Lebensmittelverschwendung im Haushalt vermeiden
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Die meisten Lebensmittel im Müll sind nicht aus Pech verdorben: Sie wurden hinten im Kühlschrank vergessen, doppelt gekauft oder wegen eines falsch verstandenen Etiketts weggeworfen. Die gute Nachricht: Ein paar Gewohnheiten reichen.
1. Das Datum richtig lesen: „Verbrauchsdatum" ist nicht „Mindesthaltbarkeitsdatum"
In der EU stehen auf Verpackungen zwei verschiedene Angaben:
- „Zu verbrauchen bis": ein Sicherheitsdatum, typisch für Fleisch, Fisch und frische Milchprodukte. Nach diesem Tag das Produkt nicht mehr essen.
- „Mindestens haltbar bis": bis dahin garantiert der Hersteller die beste Qualität. Nudeln, Reis, Kekse und Konserven sind danach oft noch gut, wenn die Verpackung unversehrt ist und richtig gelagert wurde: anschauen, riechen, probieren.
Viel Verschwendung entsteht, wenn man das zweite wie das erste behandelt.
2. Was zuerst kommt, wird zuerst verbraucht
Beim Einräumen das Vorhandene nach vorne holen und das Neue dahinter stellen. Das gilt für Vorratsschrank, Kühlschrank und Gefrierfach. Klingt banal, ist aber der einfachste Weg, nicht drei offene Gläser derselben Soße zu haben.
3. Vor dem Einkauf nachschauen
Zwei Minuten vor Kühlschrank und Vorratsschrank vermeiden doppelte Käufe. Noch besser mit einer aktuellen Liste dessen, was zu Hause ist: Du musst dich nicht erinnern, nur nachsehen.
4. Für die nächsten Tage einkaufen, nicht für die nächste Woche
Obst, Gemüse und Frisches lieber öfter und in kleineren Mengen kaufen. Überleg, was du in den nächsten 3-4 Tagen kochst, und kauf dafür ein; für den Rest reichen haltbare Produkte.
5. Früh einfrieren, nicht spät
Brot, Fleisch, Fisch und Reste lassen sich gut einfrieren, wenn du es vor dem Datum tust, nicht am Tag, an dem sie ablaufen. In Portionen teilen und Inhalt und Datum auf den Beutel schreiben: Ohne Beschriftung ist nach einem Monat alles „das braune Ding".
6. Ein „Resteabend"
Einmal pro Woche wird mit dem gekocht, was da ist: Reste, etwas müdes Gemüse, das letzte Stück Käse. Omeletts, Suppen, Aufläufe und Risotto sind genau dafür gemacht.
7. Notieren, was du wegwirfst
Wer nur einen Monat lang aufschreibt, was im Müll landet, erkennt schnell das Muster: Immer der abgepackte Salat? Immer das Brot vom Wochenende? Ist das Problem erkannt, lautet die Lösung fast immer: weniger davon kaufen.